Studierende der HSWT mitten im Isar-Auwald
Drei Tage im Gelände, 30 Untersuchungsplots und jede Menge spannende Entdeckungen: Studierende der Bachelorstudiengänge Forstingenieurwesen sowie Arboristik & Urbanes Waldmanagement der HSWT waren im Rahmen der praxisbegleitenden Lehrveranstaltung (PLV) für das A-DUR-Projekt unterwegs.
Im Mittelpunkt standen Baummikrohabitate – kleine Strukturen an Bäumen wie Höhlen, Rindenverletzungen, Stammrisse, Kronenbrüche oder Nester. Sie entstehen durch natürliche Prozesse und bieten zahlreichen spezialisierten Arten Brut-, Nahrungs- oder Rückzugsplätze. Bäume mit solchen Mikrohabitatstrukturen sind echte Biodiversitäts-Hotspots im Wald.
Nach der Geländearbeit wurden die gesammelten Daten an zwei weiteren Tagen in Kleingruppen ausgewertet und in Präsentationen diskutiert. Dabei setzten sich die Studierenden intensiv mit der Vielfalt der Mikrohabitate in verschiedenen Waldtypen auseinander, untersuchten die Bindung von Singvögeln an bestimmte Strukturen, den Einfluss von Boden und Vegetation auf die Avifauna und die Folgen von Hochwasser auf Mikrohabitate.
Die Datenerhebung im Gelände lieferte dabei nicht nur wertvolle Praxiserfahrung für die Studierenden, sondern auch wichtige Informationen für das A-DUR-Projekt. Die aufgenommenen Daten werden projektintern weiter ausgewertet und fließen in die wissenschaftlichen Analysen zur Strukturvielfalt und Biodiversität der Isar-Auwälder ein.


