Rückblick: Der Wald als Kulturspeicher

Wie viel Geschichte steckt eigentlich in unserem Wald? Dieser Frage widmete sich der Vortrag von Dr. Joachim Hamberger im Rahmen der Wanderausstellung „Denkmal im Wald“ in der Klosterbibliothek des Landratsamts Freising. Er zeigte, dass der Wald nicht nur Naturraum, sondern auch Kulturspeicher ist. Archäologische Spuren wie Keltenschanzen, Relikte des Limes, Glashütten oder historische Pechgewinnung lassen sich heute unter anderem mithilfe moderner Laserscans sichtbar machen. Auch die Rolle der Forstpraxis wurde deutlich: Försterinnen und Förster müssen solche Strukturen nicht immer exakt bestimmen – entscheidend ist, sie als wertvolle Denkmäler zu erkennen und entsprechend damit umzugehen. Als Lehrbeauftragter an TUM und HSWT vermittelt Dr. Hamberger dieses Wissen auch an angehende Försterinnen und Förster. Gleichzeitig gab er Einblicke in seine Arbeit als Leiter des Bayerischen Amts für Waldgenetik, etwa zu Themen wie Ulmenpolz oder Eschentriebsterben. Besonders deutlich wurde: Der Blick in die Vergangenheit hilft, den Wald der Zukunft zu gestalten.


