Grüne Woche 2026: Genuss- und Urlaubschätze bringen ein gutes Stück Bayern nach Berlin

Vom16. bis 25. Januar präsentiert sich der Freistaat Bayern auf der Grünen Woche Berlin mit einem starken weiß-blauen Auftritt in derBayernhalle (Halle 22b). Mit vielfältigen kulinarischen Schätzen, touristischen Angeboten und bayerischer Gastlichkeit wird die Halle erneut zu einem besonderen Erlebnisraum. Bayerns Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betont, dass die Grüne Woche auch 2026 ein Schaufenster der vielen Facetten Bayerns sei und Besucherinnen und Besucher aus aller Welt anziehe
Rund 80 bayerische Aussteller präsentieren ihre Produkte – von Edelbränden und Frankenweinen über Honig und Nürnberger Bratwürste bis hin zu Bergkäsen und regionalen Fleischspezialitäten. Ergänzt wird der Auftritt durch Tourismusverbände aus ganz Bayern, die Urlaubsregionen und Angebote wie Urlaub auf dem Bauernhof vorstellen. Besonders die Sonderfläche „Servus Urlaub“ soll Lust auf Ferien in allen bayerischen Regionen machen.
Abgerundet wird der Messeauftritt durch den traditionellen bayerischen Biergarten sowie ein lebendiges Bühnenprogramm mit Musik- und Trachtengruppen, das bayerische Lebensfreude erlebbar macht. Die Grüne Woche bietet zudem eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und politische Gespräche auf nationaler und internationaler Ebene.
Bild: Krautbauer/StMELF
Horizon Europe 2026–2027: EU investiert 14 Milliarden Euro in Forschung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

Die Europäische Kommission hat das Hauptarbeitsprogramm von Horizon Europe für die Jahre 2026–2027 verabschiedet. Mit einem Gesamtbudget von 14 Milliarden Euro stärkt die EU gezielt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit in Forschung und Innovation. Im Mittelpunkt stehen zentrale Prioritäten wie Klimaneutralität, die verantwortungsvolle Nutzung Künstlicher Intelligenz sowie die Stärkung der europäischen Resilienz. Gleichzeitig bildet das Programm den Abschluss der aktuellen Horizon-Europe-Förderperiode (2021–2027).
Ein besonderer Fokus liegt auf neuen horizontalen Ausschreibungen, die gesellschaftliche und technologische Schlüsselthemen adressieren. Dazu zählen unter anderem der Clean Industrial Deal mit 540 Millionen Euro zur Förderung sauberer Technologien und zur Dekarbonisierung energieintensiver Industrien sowie die Ausschreibung „AI in Science“ mit 90 Millionen Euro zur Entwicklung vertrauenswürdiger KI-Anwendungen in Forschung und Wissenschaft. Ergänzend unterstützt die Neue Europäische Bauhaus-Fazilität mit über 210 Millionen Euro nachhaltige und inklusive Stadtentwicklungsprojekte.
Darüber hinaus investiert Horizon Europe gezielt in Talente, Forschungsinfrastrukturen und Innovationsökosysteme. Programme wie Choose Europe im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen fördern internationale Forschende, während zusätzliche Mittel für Forschungsinfrastrukturen, ERA Chairs sowie für Startups und Scaleups den europäischen Forschungs- und Innovationsraum weiter stärken. Das Arbeitsprogramm setzt zudem auf deutlich weniger Bürokratie: Es ist rund ein Drittel kürzer als zuvor und konzentriert sich auf größere, wirkungsstärkere Projekte mit vereinfachten Antragsverfahren.
Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) unterstützt bayerische Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Startups bei der strategischen Einordnung, der Partnersuche und der erfolgreichen Antragstellung im Rahmen von Horizon Europe 2026–2027.
Bild: Boris Mittermeier
Liebe Leserinnen und Leser,
Wir leben in einer dynamischen Zeit und viele Veränderungen wie die künstliche Intelligenz oder veränderte internationale Beziehungen – betreffen direkt oder indirekt auch den Bereich Wald–Forst–Holz. Und der Klimawandel schreitet – auch wenn er politisch derzeit eher auf den hinteren Rängen steht – ungebremst voran.
Unsere Aufgaben als Zentrum bleiben daher groß: Wir entwickeln innovative Lösungen für ein zukunftsfähiges Waldmanagement und eine klimaschonende Wirtschaftsweise. Dabei sind die Voraussetzungen in Bayern aktuell gar nicht so schlecht. Holz als umweltfreundlicher Rohstoff ist nachgefragt und erzielt gute Preise, die Holzvorräte in unseren Wäldern sind hoch, und wir betreiben nachhaltige Waldwirtschaft mit gut ausgebildetem Personal.
Das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan ist hier ein wichtiger Baustein. Jährlich beginnen rund 500 Studierende ihr Studium am Forstcampus, hinzu kommen zahlreiche, oft international vernetzte Forschungsprojekte sowie vielfältige Aktivitäten im Praxistransfer – von klassischen Schriftstücken bis hin zum „Forstcast“. Als langjähriger Kenner des Standorts freut es mich besonders, dass die forstlichen Professuren der TUM, die forstliche Fakultät der HSWT und die LWF so gut zusammenarbeiten. Ein schönes Beispiel hierfür ist das Forschungsprojekt A-DUR, in dem die Zentrumsinstitutionen wissenschaftliche Grundlagen für den Naturwald in den Isarauen erarbeiten, um daraus gemeinsam mit Praxispartnern Strategien für die zukünftige Behandlung dieses Juwels in unserer Nachbarschaft zu entwickeln.
Unser Zentrum lebt von den positiven Kontakten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und von der Vernetzung mit zahlreichen Partnern. Ich möchte mich bei allen bedanken, die auch im vergangenen Jahr die Aktivitäten unseres Forstzentrums unterstützt haben, sowie bei den Beschäftigten der Geschäftsstelle für ihren großen Einsatz.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen des gesamten Forstzentrums
ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2026.
Ihr

Prof. Dr. Andreas Rothe
Leiter des Zentrums Wald Forst Holz Weihenstephan
Ein Mammutbaum erstrahlt: kalifornischer Gigant leuchtet

Mit einem feierlichen Countdown, einer Laudatio und gemeinsamem Gesang hat das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan am 1. Dezember 2025 den Advent eingeläutet. Der Anlass war außergewöhnlich: Nicht eine Tanne, sondern ein Riesenmammutbaum wurde zum Zentrums-Christbaum. Rund 1.000 energiesparende LEDs lassen die immergrüne Krone des etwa 21 Meter hohen Sequoiadendron giganteum nun weithin sichtbar in der Dunkelheit strahlen und machen ihn zur neuen Attraktion des grünen Campus.
Der Baum wurde 1993 gepflanzt, als die Forstfakultät nach Freising-Weihenstephan verlegt wurde. Ziel war es, an ihrem neuen Standort möglichst viele unterschiedliche Baumarten zu zeigen, als lebendiges Lernumfeld für die Studierenden der Forstwissenschaft. Heute stehen rund 120 Arten aus aller Welt am Campus, in der sogenannten Dendrospirale.
Der Riesenmammutbaum hat seine Heimat eigentlich weit entfernt: an den Westhängen der Sierra Nevada in Kalifornien, in Höhenlagen zwischen 1.350 und 2.500 Metern. Dort können seine Artgenossen über 80 Meter Höhe und mehr als 1.500 Kubikmeter Holzvolumen erreichen und ein Alter von über 2.000 Jahren. Der berühmteste Vertreter, der „General Sherman“ im Sequoia National Park, gilt als das voluminöseste lebende Wesen der Erde. Im Vergleich dazu ist der Freisinger Mammutbaum noch ein junger Spross.
Forschungsseitig ist die Art besonders spannend, denn sie gilt als sehr feuerresistent und leistungsstark im Holzaufbau. Gleichzeitig gibt es bislang nur wenige verlässliche Erkenntnisse zur langfristigen Klimaanpassung dieser Baumart in Bayern. Die Bayerische Forstverwaltung empfiehlt daher, Riesenmammutbäume vorerst nur unter wissenschaftlicher Begleitung und auf kleinen Flächen zu pflanzen. In Weihenstephan begleiten Forschende der TUM, der HSWT und der LWF die Entwicklung solcher Flächen und untersuchen, wie sich nicht-heimische Baumarten als Ergänzung in unseren künftigen Wäldern behaupten könnten.
Die festliche Beleuchtung verdeutlicht zugleich, wie moderne Forschung, Tradition und Nachhaltigkeit zueinanderfinden können. Die LED-Technik sorgt dafür, dass der Stromverbrauch mit etwa 63 Watt pro Stunde äußerst gering bleibt, sodass der leuchtende Christbaum auch energetisch ein Zeichen setzt. Die Idee wurde gemeinsam mit zahlreichen Partnern umgesetzt: dem Förderverein des ZWFH, der Stadt Freising, der Werkfeuerwehr der Technischen Universität München sowie der Gebäudeverwaltung der TUM.
Die Adventsfeier rund um den Baum bot Studierenden, Lehrenden, Forschenden und Mitarbeitenden die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu singen und die besondere Atmosphäre zu erleben. Die Veranstaltung machte sichtbar, dass der Mammutbaum mehr ist als ein einzelner Exot. Er ist ein Treffpunkt, ein Blickfang und ein Symbol.
Mit seinem jungen kalifornischen Giganten wünscht das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan allen eine frohe, friedliche und besinnliche Weihnachtszeit und freut sich auf viele weitere Jahre, in denen der Baum weiterwächst: in die Höhe, in die Forschung und in die Herzen der Menschen, die täglich an ihm vorbeikommen.
Einen Bericht des Merkurs finden Sie unter diesem Link: Riesenbaum mit 1000 LED-Lämpchen geschmückt – „Der schönste von ganz Oberbayern“
Bild: Foto Lehmann
Crecimiento y Producción Forestales
Das Lehrbuch "Grundlagen der Waldwachstumsforschung" von Prof. Dr. Hans Pretzsch ist nun in spanischer Sprache unter dem Titel "Crecimiento y Producción Forestales" erschienen. Der Titel ist beim Springer Verlag erhältlich.
Im Jahr 2019 erscheinte die zweite Auflage des Lehrbuchs in deutscher Sprache. Es vermittelt umfassende Grundlagen des Waldwachstums, führt in neue Denkweisen und Methoden der Waldwachstumsforschung ein und zeigt Wege zur nachhaltigen Nutzung und Entwicklung von Wäldern auf.
"Dieses Buch fasst den Wissensstand über die Struktur und das Wachstum von Bäumen und Waldbeständen zusammen. Es ist die zweite und komplett überarbeitete Auflage der 2002 erstmals erschienenen „Grundlagen der Waldwachstumsforschung“. Das Buch vermittelt wie Bäume und Bestände wachsen, waldbaulich behandelt werden, auf Störungen reagieren und mathematisch nachgebildet werden. Die aufgezeigten neuen Denkmuster und Methoden schaffen ein Verständnis für das System Wald als Ganzes. Dieses Verständnis trägt zur nachhaltigen Entwicklung und Nutzung der Wälder in der Zukunft bei. Das Buch basiert auf Lehrveranstaltungen zu diesen Themen an der LMU und der TUM in München. Es ist sowohl für Studierende als auch für Wissenschaftler und Praktiker in den Bereichen Forstwissenschaft, Wald- und Landschaftsökologie, Naturschutz, Ressourcenmanagement und urbane Forstwissenschaft gedacht." (die Verlagsseite über die deutsche Fassung, https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-58155-1)
Overview in spanish
"Crecimiento y Producción Forestales, Fundamentos y Aplicaciones a la Gestión es el primer y único libro de su tipo, una obra maestra que recoge todos los conocimientos sobre crecimiento y producción forestal europea, actualizados y en lengua española.
Este libro es una adaptación y traducción de la aclamada segunda edición de Grundlagen der Waldwachstumforschung escrito por el Prof. Hans Pretzsch y publicado en alemán en 2019 por la Editorial Springer. El libro conserva lo esencial de la obra original en cuanto a su contenido, pero ha sido enriquecido con revisiones detalladas y actualizaciones de cada tema. Con la ampliación de la autoría, los conocimientos transmitidos se extienden desde las zonas climáticas templadas a las boreales, continentales y mediterráneas. Tanto los ejemplos como los resultados experimentales y los modelos tienen un enfoque más internacional y generalizable, lo que hace que esta obra alcance a un público mucho más amplio.
El contenido de este libro se basa en clases magistrales impartidas por el Prof. Pretzsch en universidades de Alemania, y como tal, tiene un enfoque altamente pedagógico. Esta obra es una guía esencial en biometría, dinámica forestal, modelización y producción forestales. Por lo tanto, se convertirá en un recurso fundamental para estudiantes e investigadores de Ciencias Forestales de habla hispana." (https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-69516-6#affiliations)
More information here: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-69516-6#affiliations
Beste Bedingungen für angehende Försterinnen und Förster
BDF-Berufsinfoforum am 19.11.2025
Das Ringen um Nachwuchs ist bei den Arbeitgebern voll im Gange und die Nachfrage nach gut ausgebildeten Försterinnen und Förstern so hoch wie nie. Um eine Brücke zwischen potenziellen Arbeitgebern und Studierenden aus dem forstlichen Bereich zu bauen, fand am 19.11. institutionsübergreifend am Forstzentrum Weihenstephan unter dem Motto „Forststudium und dann??“ das Berufsinfoforum des BDF in den Räumen der TU München sowie der Hochschule Weihenstephan statt. Hier konnten sich Studierende über potenzielle zukünftige Arbeitgeber im Rahmen von Kurzvorträgen informieren und auch an Messeständen in persönlichen Kontakt treten.

Angeregte Diskussion an den Infoständen (© Moritz Mayr)
Folgende Organisationen nutzten die Möglichkeit sich vorzustellen: Bayerische Staatsforsten, Bayerische Forstverwaltung und LWF, WBV Westallgäu und AGDW, Österreichische Bundesforste, Höhere Naturschutzbehörde, Forstverwaltung Rheinland-Pfalz, Pfeifer Group, Deutsche Bahn Fahrwegdienste, Hessen Forst, Forst BW und Landesforstverwaltung BW, Bundesforst sowie die Bayerische Forstschule. Auch das BDF-Sozialwerk war vertreten und informierte über dessen Leistungen.
Das Interesse der Studierenden war groß und so waren die Hörsäle und Foyers bis zum Ende hin gut gefüllt. Es gab gute Gespräche mit auch kritischen Fragen an die zukünftigen Arbeitgeber.
Herzlicher Dank gilt dem BDF, dem Forstzentrum Weihenstephan sowie Ralf Moshammer von der TUM für die Organisation der Veranstaltung.
Text und Bild: Moritz Mayr
Den Bergwald klimafit machen: INTERREG-Projekt WINALP 21 zeigt Wege auf!
80 Teilnehmende aus Forstpraxis und Naturschutz informierten sich in Benediktbeuern über die Ergebnisse des INTERREG-Forschungsprojekts „WINALP 21 – Bergwälder fit im Klimawandel“. Das bayerisch-österreichische Projekt wird seit Januar 2023 bis Ende 2025 von der Europäischen Union und den Forstverwaltungen Vorarlberg, Tirol, Bayern und Oberösterreich mit insgesamt 1,6 Mio. Euro gefördert. Am 11. November 2025 wurden die Ergebnisse im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern präsentiert und lebhaft diskutiert.

Forschungsergebnisse praxisnah zum Ausprobieren
An vier Marktständen konnten sich die Teilnehmenden selbst ein Bild von den gewonnenen Erkenntnissen machen und mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. „Die in WINALP 21 entwickelten interaktiven Karten und Demonstrationsflächen helfen den Forstbetrieben, den Klimawandel bei deren Entscheidungen zu berücksichtigen, damit Pflege, vorsorgender Umbau und Sanierung von widerstandsfähigen Wäldern gelingen“, resümierte Prof. Dr. Jörg Ewald, Leiter des Verbundprojekts und Inhaber der Forschungsprofessur „Diversität und Funktionen von Gebirgsökosystemen“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT). Gleichzeitig dankte er dem gesamten länderübergreifenden Projektteam für die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Über eine aus dem Projekt hervorgegangene App sowie einem Exkursionsführer berichten wir zu einem späteren Zeitpunkt. Diese werden ebenfalls auf der Projektseite WINALP 21 dann zur Verfügung gestellt.
→Hier gehts per Link zur gesamten Berichterstattung des Projekttreffens
Bild: Hans-Joachim Klemmt, LWF
Bericht: Gerhard Radlmayr
HSWT verleiht Honorarprofessur an Andreas Detter
Beim 35. Forsttag an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) wurden Markus Blaschke und Andreas Detter zur Honorarprofessur berufen. Bei der Eröffnung des Forsttags am Campus Weihenstephan am 14. November würdigten Hochschulpräsident Dr. Eric Veulliet und Prof. Dr. Jörg Ewald, Prodekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft, die herausragende Expertise und das Engagement der neuen Honorarprofessoren. Markus Blaschke wurde für den Bereich „Pilze im Waldökosystem“ und Andreas Detter für den Bereich „Arboristik“ berufen.

Weiterentwicklung der Arboristik nachhaltig fördern
Andreas Detter hat seit über zwanzig Jahren wertvolle pädagogische Erfahrungen als Lehrbeauftragter an der Fakultät für Landschaftsarchitektur gesammelt und unterstützt die Fakultät Wald und Forstwirtschaft als Mitglied des Studiengangsbeirates für den Bachelorstudiengang Arboristik und Urbanes Waldmanagement. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, eine bemerkenswerte Bilanz in der Betreuung von Studierenden sowie sein Engagement in der Fachwelt, das weit über die Lehre hinaus geht, runden sein Profil ab. Als führender Arboristik-Experte verbindet Herr Detter fundierte wissenschaftliche Kenntnisse mit praktischer Erfahrung und zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, komplexe Zusammenhänge rund um Bäume anschaulich zu vermitteln.
„Mit der Ernennung zum Honorarprofessor würdigen wir Andreas Detters herausragende Verdienste und sind überzeugt, dass er die wissenschaftliche und praktische Weiterentwicklung der Arboristik an der HSWT nachhaltig fördern wird“, betonte Prof. Dr. Jörg Ewald.
HSWT verleiht Honorarprofessur an Markus Blaschke
Beim 35. Forsttag an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) wurden Markus Blaschke und Andreas Detter zur Honorarprofessur berufen. Bei der Eröffnung des Forsttags am Campus Weihenstephan am 14. November würdigten Hochschulpräsident Dr. Eric Veulliet und Prof. Dr. Jörg Ewald, Prodekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft, die herausragende Expertise und das Engagement der neuen Honorarprofessoren. Markus Blaschke wurde für den Bereich „Pilze im Waldökosystem“ und Andreas Detter für den Bereich „Arboristik“ berufen.
Experte für Mykologie und Phytopathologie
Bereits seit 2003 ist Markus Blaschke als Lehrbeauftragter sowie Erst- und Zweitbetreuer zahlreicher Abschlussarbeiten der HSWT verbunden. Seine Lehrleistung erbrachte er mit großer Konstanz in Form des Wahlpflichtmoduls „Pilze im Ökosystem Wald“ sowie seit 2008 mit der Pflichtvorlesung „Waldschutz-Phytopathologie“ für das 5. Semester Forstingenieurwesen. An der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ist er für die wissenschaftliche Betreuung der 172 Naturwaldreservate des Freistaats verantwortlich. Er gilt als einer der besten Kenner von forstlichen Baumkrankheiten und holzbesiedelnden Großpilzen in Bayern. In der Deutschen Gesellschaft für Mykologie fungiert er als Referent, Pilz-Coach und Coach-Ausbilder.
„Mit einer Honorarprofessur für Markus Blaschke hat die HSWT die Möglichkeit, ihr Ansehen in den hoch aktuellen Forschungsbereichen Phytopathologie und Naturwaldforschung zu erhöhen und das zielgruppengerechte Lehrangebot in Kernbereichen des Forstingenieurwesens zu sichern“, so Prof. Dr. Jörg Ewald bei der Ernennung.



