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Aktuelle Meldungen

Debarking Heads Projekte

HSWT-TUM-Kooperation mit erfolgreicher Dissertation

Joachim B. Heppelmann, bis Oktober 2019 als Projektmitarbeiter an der HSWT, hat am 14. Mai seine Dissertation zum Thema „Modifying conventional harvesting heads: a technical approach to in-stand debarking under Central European conditions“ erfolgreich verteidigt. Seit Oktober 2015 war Joachim Heppelmann in den Forschungsprojekten „Nährstoffentzug bei der Holzernte minimieren durch die Nutzung von entrindenden Harvesterfällköpfen (Debarking Heads I)“ und „Entwicklung und Bewertung von Logistikketten bei Einsatz von entrindenden Harvesterfällköpfen (Debarking Heads II)“ angestellt und promovierte. Die Projekte werden in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) bearbeitet.

Debarking Head, hier von Ponsse, bei der Entrindung eines Fichtenstammes. Foto: HSWTIm Rahmen des Projektes wurden Harvesterfällköpfe so modifiziert, dass die Entrindung der Stämme in den Holzernteprozess integriert werden kann. Die Rinde, und somit auch die rindengebundenen Nährstoffe, verbleibt im Bestand, rindenbrütenden Insekten, wie beispielsweise Kupferstecher und Buchdrucker, wird der Brutraum entzogen. Eine rasche Abfuhr des Holzes aus Waldschutzgründen oder eine Insektizidbehandlung ist nicht mehr notwendig, der Holzverkäufer kann auf eine Entspannung der Holzmarktlage warten. In Deutschland sind derzeit rund 40 solcher Aggregate im Einsatz, weitere werden im europäischen Ausland genutzt.

Das Rigorosum der Dissertation fand Corona-bedingt online statt. Die Teilnehmer waren aus drei Ländern und zwei Zeitzonen zugeschaltet. Joachim B. Heppelmann ist seit November 2019 bei der norwegischen Forschungsanstalt NIBIO (The Norwegian Institute of Bioeconomy Research) tätig und arbeitet dort als Post Doctor in einem Projekt Tech4Effect. Prof. Dr. Eric R. Labelle, ehemaliger Inhaber der Professur für forstliche Verfahrenstechnik an der TUM, ist Doktorvater und ebenfalls seit November 2019 als Professor für Holzernte und Waldarbeit an der Université Laval in Québec, Kanada. Weitere Prüfer waren Prof. Dr. Stefan Wittkopf, Professor für Holzenergie an der HSWT und Prof. Dr. Klaus Richter, Professor für Holzwissenschaft an der TUM. Den Vorsitz hatte Prof. Dr. Thomas Knoke, Professor für Waldinventur und nachhaltige Nutzung an der TUM. Nach bestandener Verteidigung wurden ehemalige Kollegen und Weggefährten von Joachim B. Heppelmann in den virtuellen Konferenzraum hinzugefügt, sodass trotz Corona zumindest von fern und virtuell auf die bestandene Dissertation angestoßen und der Doktorhut präsentiert werden konnte.

Doktorhut aus Eiche für Joachim B. Heppelmann mit entrindendem Harvester, Fichtenpolter und -rinde, Bauteilen der Entrindungswalzen (braune Streifen) usw. Foto: C. Bennemann, HSWTMit bestandener Doktorprüfung kann die Dissertation nun publiziert werden, sie wird in Kürze in der Bibliothek der TUM zu finden sein. Die Forschungsergebnisse aus den Debarking Heads Projekten werden derzeit über verschiedene Medien präsentiert, zuletzt erschien ein Artikel in der LWFaktuell 125 im April 2020. Bei der 18. KWF Tagung, die auf den Sommer 2021 verschoben wurde, werden Ergebnisse am Exkursionspunkt „Debarking Heads in der Praxis – Nährstoffe - Waldschutz – Logistik“ präsentiert.

Aktuelle Informationen zum Projekt sind auch immer auf den Internetseiten der HSWT (https://forschung.hswt.de/web/1115/show_new) und des KWF (http://kwf-online.de/index.php/forschungsprojekte/debarking-heads) zu finden. Dort findet sich auch der Link zu einer Karte, in der die Forstunternehmer, die einen Debarking Head haben, aufgeführt sind (http://dh2.kwf-online.de/).

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